Geschichte des Barhockers
August 6th, 2010Immer häufig finden Barhocker Gebrauch in unserem Umfeld. Wir finden die ansehnlichen Sitzmöbel in Bars, Kneipen, Bistros, Restaurants, ja auch im eigenen privaten Gebrauch finden die Tresenstühle ihren Platz. Der Barhocker ist ein beliebtes Objekt, nicht zuletzt durch sein reichhaltiges Angebot. Erhältlich ist der Thekenstuhl in vielen verschiedenen Formen, Farben und Materialien. Das Design des Barhocker wird immer umfangreicher. Ob Barhocker, ideal für Kneipe oder Bar, wie der Name sicher schon mitteilt, oder Thekenstuhl, mit Rückenlehne und Armstütze für Restaurants oder zu Hause. Der Interessent dieses Möbelstückes hat eine große vielseitige Auswahl, in der er sich sein perfektes Objekt heraus picken kann.
Es scheint, als würde der Barhocker in der Zwischenzeit erst richtig in Mode kommen. Kaum können wir uns den Tresenstuhl aus dem öffentlichen Leben mehr weg denken. Doch wissen viele kaum über den Ursprung dieses Sitzmöbel.
Der Barhocker, eine Form des Hockers war früher besser bekannt als Schemel. Der Schemel war meist ein einfaches Sitzmöbelstück ohne Rückenlehne oder Armstütze, und ursprünglich eine Fußbank. Der Barhocker war bereits in der Antike bekannt und galt neben der Bank als beliebtestes Sitzmöbelstück für die meisten Menschen. Der Stuhl, mit Rückenlehne und Armstütze hingegen war bis ins 16. Jahrhundert vorwiegend nur höher gestellten Bürgern, Hausherren und ihren Frauen vorbehalten. Auch später drückten die Menschen mit dem individuellen Design des Barhockers ihren sozialen Stand in der Gesellschaft aus. So fanden Barhocker ohne Sitzbezug meist mehr Anklang in Haushalten von höhergestellten Bürgern der Gesellschaft.
Schemel hatten in der Regel drei oder vier Beine, mit Ausnahme des Melkschemels, der einbeinig ist und mit einem Riemen um den Leib geschnürt wird. Mit ihrer Entwicklung arbeiteten viele Menschen an Form und Stabilität des Barhockers. Der Tresenstuhl wurde in einem Design entwickelt, dass die Belastbarkeit dessen unterstützte. Da es zu dieser Zeit noch kein Chromgestell gab, musste es einen anderen Weg geben, um Stabilität des Barhockers zu unterstützen und so wurde der Barhocker mit ausgestellten Füßen entworfen. In der Zwischenzeit muss der Barhocker nicht unbedingt auf Füßen stehen. Viele Barhocker stehen auf einem einzigen Fuß, dem Trompetenfuß, der durch seine runde Form ein leichtes Kippen verhindert und für mehr Belastbarkeit und Stabilität sorgt.
Der Barhocker war ursprünglich ein Hocker aus Holz ohne Rückenlehne oder Armstütze. Hauptsächlich wurde er entworfen für öffentliche Orte. Meist Kneipen oder Bars, in denen es logischerweise einen Tresen gab, an dem sich immer häufiger das soziale Leben abspielte. Durch die ungewohnte Sitzhöhe konnte der Barhocker ideal für derartige Zwecke her halten. Die ursprüngliche Sitzhöhe des Barhockers betrug in der Regel 72 cm, der normale Stuhl mit Rücklehne nur 46 cm. Die Sitzhöhe spielt eine sehr große Rolle in Bezug auf den Barhocker. Die Sitzhöhe muss dem Objekt angepasst werden, für das der Barhocker bestimmt ist. So muss die Höhe des Tresens oder der Theke in der Küche ausgemessen werden, um so die Sitzhöhe des Barhockers bestimmen zu können. Mittlerweile gibt es natürlich viele Barhocker mit einer Gasdruckfeder, die sich um die Sitzhöhenverstellung kümmert. So ist der Barhocker vielseitig einsetzbar, da er viele Sitzhöhen annehmen kann.
Die ersten Barhocker, bei denen sich ihre Sitzhöhe einstellen ließ, fand man vor allem in Friseurläden Amerikas in den 50er und 60er Jahren. Kunden jeglicher Größenordnung kamen in den Laden, um sich die Haare schneiden zu lassen. Da war es von Vorteil, wenn die Sitzhöhe verstellbar war. Meist gab es einen Fußhebel, der betätigt werden musste, um die Sitzhöhe dem Kunden anzupassen. Heute lässt sich dies wie bei einem normalen Schreibtischstuhl bewerkstelligen. Ein Hebel unterhalb des Sitzes wird angezogen, um Druck auf die Gasdruckfeder auszulösen. Dadurch dann die Sitzhöhe des Stuhles entweder verringert oder vergrößert werden.
Die 50er und 60er Jahre waren es auch, die den Barhocker in Amerika verbreiteten. Das öffentliche Leben, der öffentliche Austausch fand immer mehr in Kneipen und Bars statt. Barhocker waren nicht nur ideal für den Tresen, sondern hatte auch eine ideale Höhe für ein Gespräch zwischen mehreren Personen. Man kann sich auch angenehm mit jemandem unterhalten, der auf einem Barhocker sitzt, wenn man selbst daneben steht. Auch fand der Barhocker immer mehr Anklang in privaten Haushalten. Der Tresen war ein immer beliebteres Möbelstück für Haushalte. Und so kurbelte die Nachfrage nach dem Barhocker immer mehr die Produktion des Barhockers in all seiner Vielfalt an.
So wurde man immer kreativer, was das Design des Barhockers betraf. Das war der Beginn der Fertigung in allen möglichen Farben, Formen und Materialien. Heute gibt es nicht nur
Barhocker aus Holz mit drei Füßen, wie es der Anfang des Tresenstuhls vorgab. Es sind erhältlich Barhocker mit Chromgestell, die auf einem Trompetenfuß stehen, Barhocker mit kurzer Rückenlehne oder langer Rückenlehne, Barhocker mit Armstütze, aber auch einfach Barhocker mit rundem Sitz ohne Rückenlehne. Ein Barhocker sollte eine Fußstütze haben, die für einen bequemen Sitz sorgt und sicher Halt. Diese Fußstütze kann es in vielen unterschiedlichen Formen geben. Das Chromgestell umrundend oder nur halbrund, als Teil des Chromgestells oder aber als Fußstütze in das Gestell integriert. Wo man zu Beginn des Barhockers diesen nur überwiegend in Holz ohne Sitzbezug erwerbe konnte, gibt es den Tresenstuhl nun auch in vielen verschiedenen Materialien. Erwerben kann man ihn aus Holz, was noch immer ein beliebtes Model vor allem in Kneipen ist, aber auch in Metall mit Chromfarbenen Gestell. Der Sitzbezug des Barhockers kann aus Echt Leber, Rindsleder, aber auch Kunstleder oder Kunststoff gefertigt sein.
Die Wahl der Farbe spielt für alle Kunden eine sehr große Rolle. Denn in der Zwischenzeit ist das Sitzmöbelstück in einer unglaublich großen Farbpalette erhältlich. Während sich die dezenten, zurückhaltenden Farben wie schwarz, weiß, beige oder creme noch immer erhalten, kommen immer häufiger leuchtende Farben wie rot, blau, grün, orange oder gelb hinzu. So ist für jede Umgebung der passende Barhocker erhältlich.
Aber das ist noch nicht alles. So hatte der Österreicher Alois Knapp eine verrückte Idee. Als er die Menschen auf einem Barhocker sitzen sah und ihre Beine betrachtete, so kam ihm ein Einfall und er entwarf einen Design Barhocker der ganz anderen Art. Ein Barhocker mit Beinen. Der Barhocker stellt den unteren menschlichen Teil dar, die Sitzfläche schließt praktisch die Hüftgegend ab. So sehen wir, dass der Kreativität, was immer neue Entwürfe der Barhocker betrifft, keine Grenzen gesetzt ist.